Sanfte Gymnastik
Die "Sanfte Gymnastik" ist ein dynamisches Mobilisierungsprogramm, das in enger thematischer Beziehung zur Veranstaltung "Atmen und Dehnen" durchgeführt wird. Das Programm beginnt mit einfachen Mobilisierungsübungen im Liegen, die zunehmend aufwändiger werden bis hin zu komplexen Bewegungsmustern im Stehen und Gehen. Eingesetzt werden Techniken nach Bobath, Klein-Vogelbach und Elemente aus dem Yoga. 
In der ersten Stunde werden Orientierungskriterien erarbeitet, mit deren Hilfe die Patienten Übungstempo, Zahl der Wiederholungen, Bewegungsausmaß, erforderlichen Kraftaufwand und notwendige Pausen herausfinden können, die ihrer individuellen Situation entsprechen und anhand derer sie eigenverantwortlich ihr Belastungsausmaß bestimmen. Diese Akzeptanz des eigenen Maßes für einen belastungsarmen Bewegungsspielraum ist Voraussetzung für das Vermeiden von Überforderungen. Zusätzlich werden funktionelle Zusammenhänge aufgezeigt als Grundlage des Verständnisses einer auf den gesamten Körper ausgerichteten Behandlung.
Woche
Thema der Stunde
Methode
Wochenmotto
1
  - Einführung

  - Mobilität in Nacken und
    Schultergürtel
  - Erarbeiten von Kriterien zur Eigenbestimmung der Belastung

  - Bewusstes Anspannen und Entspannen in koordinierten Bewegungsmustern mit
    Übergang in Mobilisation durch alternierende Bewegungen

  - Nutzen der Dehnübung für den Schultergürtel in Walking  
Ist-Situation
2
  - Mobilisation im Liegen
  - Mobilisation von LWS, Becken und Beinen in Rückenlage

  - Vermitteln funktioneller Zusammenhänge, z.B. zwischen Beinen und LWS

  - Koordination der rechten/linken und vorderen/hinteren Körperhälfte

  - Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit
Neue Fähigkeiten und Ziele
3
  - Erweiterung zur Bauchlage
  1. Bewegungsübergang von Rückenlage zur Bauchlage

  - Mobilisation von BWS und Armen, schließlich der ganzen Wirbelsäule
  - Stütz- und Haltefunktion der Arme und Beine

  - Koordination obere und untere Körperhälfte, erste Ortswechsel

  - Vermitteln funktioneller Zusammenhänge, z.B. zwischen Armen und BWS 
Umgang mit Konflikten
4
  - Freies Bewegen am Boden

  - Sitz
  2. Bewegungsübergang zu Kniestand und Sitz

  - Mobilisation der ganzen WS, Armen und Beinen in Sitz und Kniestand

  - Koordination obere/untere, vordere/hintere und rechte/linke Körperhälfte

  - Erweiterung der Stabilität auf verkleinerter Unterstützungsfläche
Stabilität
5
  - Über den Stand zum Gang
  3. Bewegungsübergang über Stand zum Gang, Aufgabe der Ortsständigkeit

  - Mobilisation und Koordination aller Körperabschnitte

  - Komplexe Bewegungsmuster mit erhöhten Anforderungen an Koordination und
    Gleichgewicht

  - Kräftigung im Stehen und bei dynamischen Bewegungsübergängen
Alltagstransfer