Wahrnehmung extern
Woche
Thema der Stunde
Methode
Wochenmotto
1
  - Eigenes Bewegungsverhalten
  - Bewegungsparcours
Gruppenbildung
Ist-Situation
2
  - Erweiterung des Wahrnehmungs- und  
    Bewegungsspektrums
  - Sportliche/spielerische Interaktion in der Gruppe

  - Neue Lösungsansätze für ungewöhnliche Aufgaben
Persönliche Ressourcen
3
  - Rhythmik
  - Rhythmusübungen in der Gruppe, Tanztherapie

  - Gruppentanz als integrierende Funktion
Gruppenintegration
nach Konfliktspielen
4
  - Körpergrenzen erfassen

  - Körpersignale 
  - Körpergrenzen und Körperkonturen darstellen

  - Pantomimisches Darstellen von Gefühlen und Situationen
Soziale Stabilität
5
  - Unbekannte Umgebung
  - Sinnesparcours mit Überreizung verschiedener 
    Wahrnehmungsbereiche
Alltagstransfer
Erläuterungen zur Vorgehensweise
Bewegungsparcours:
Das Bewegen durch einen Parcours mit unterschiedlicher Bodenbeschaffenheit, Hindernissen, akustischen und taktischen Effekten soll das eigene Bewegungsverhalten bewusst machen, um das Erfassen der Ist-Situation zu erleichtern. Der Parcours wird zunächst mit offenen Augen, dann rückwärts und schließlich geführt mit verbundenen Augen absolviert. Dadurch wird eine zunehmende Fokussierung der Aufmerksamkeit auf innere Vorgänge und die eigene Person erzielt als Voraussetzung für die Induktion von Veränderungen, die weniger externen Kriterien sondern den eigenen Bedürfnissen folgen. Bei der geführten Bewegung im Parcours mit verbundenen Augen wird das Kontrollbedürfnis an andere abgegeben und Vertrauen aufgebaut, der Führende übernimmt Verantwortung.
Wahrnehmungs- und Bewegungsspektrum:
Die in der ersten Woche erarbeitete Gruppenintegration wird dahingehend erweitert, dass der einzelne in der Gruppe seine persönlichen Fähigkeiten zur Aufgabenlösung einbringt und das Nutzen von Fähigkeiten anderer als hilfreich bei der Verfolgung gemeinsamer Ziele erkennt. Auch die spielerische Auseinandersetzung mit Fähigkeiten und Eigenschaften der anderen Gruppenmitglieder findet statt. Der Platz des einzelnen in der Gruppe wird so genauer definiert. Zusätzlich wird die Entlastung spürbar, wenn auf die Mithilfe anderer zurückgegriffen werden kann. Das Verharren in einer Haltung passiven Abwartens wird durch den Gruppeneffekt erschwert. Erkenntnisse aus der Haltungsschulung werden aufgegriffen und erste Ansätze zur Umsetzung im Alltag erkennbar.
Rhythmusübungen:
Ziel ist es, die Bewegungskoordination zu verbessern bzw. die vorhandenen Fähigkeiten zu erkennen und zu nutzen. Der persönliche Rhythmus der Patienten, der sich beispielsweise im Gang, in Bewegungsabläufen oder auch in der Sprache zeigt soll an den vorgegebenen Rhythmus der Musik angeglichen werden. Mit Hilfe des vorgegebenen Rhythmus können dann verschiedene Bewegungen koordiniert werden, um Imbalancen im persönlichen Rhythmus (z.B. zwischen Armen und Beinen oder rechts und links) auszugleichen. Weiter soll die Gruppenintegration nach den Konfliktspielen vom Vortag wiederhergestellt werden.
Pantomimisches Darstellen von Gefühlen und Situationen:
Die Gruppe wird als Spiegel der eigenen Körpersprache genutzt, die dadurch erkennbar und veränderbar wird. Die Bedeutung der Körpersprache für die Kommunikation wird aufgezeigt. Ziel ist es, die soziale Wahrnehmung zu verbessern und Sicherheit im sozialen Umgang zu erreichen. Das damit aufgebaute Vertrauen in die eigenen sozialen Fähigkeiten ist Voraussetzung für das Erarbeiten neuer Möglichkeiten der Lebensgestaltung mit Aufgabe des sozialen Rückzugs. 
Gleichzeitig werden die eigenen Empfindungen über die Darstellung bewusst und in ihrer körperlichen Dimension sichtbar gemacht. Das Thema wird auch in der Körperlichen Aktivierung aufgegriffen.
Sinnesparcours:
Erneut wird ein Parcour aufgebaut, der mit verbundenen Augen absolviert werden muss. Es werden kinästhetische, taktile, olfaktorische und akustische Reize als zusätzliche Ablenkung eingesetzt. Ziel ist es aufzuzeigen, dass die eigenen Fähigkeiten zum Überwinden schwieriger Situationen genutzt werden können.